Dr. Clodwig Kapferer: „Außenhandelsförderung als wirtschaftspolitische Aufgabe“, Verlag Weltarchiv, Hamburg, 1950.

Man muß dem Direktor des Hamburger Weltwirtschaftsarchivs dankbar sein, gerade in diesen Tagen die spröde Materie von Aufbau, Ziel und Technik staatlicher Außenhandelsförderung so plastisch behandelt zu haben. Das Buch ist gut. Es ist trotz der Vielfalt des Themas klar gegliedert, an Material übervoll, es wird nüchtern geurteilt: es ist ein Leitfaden, eine Arbeitsanweisung für Konsuln.

Wünschenswert aber wäre etwas weniger Fürsprache des Verfassers für seinen privaten und amtlichen Wirkungskreis. Dergleichen führt, bei dem Außenstehenden, leicht zu unnötiger Ablehnung auch positiver Leistung. W.

Staatssekretär a. D. Dr. Hans Posse: „Aus der Werkstatt der Handelspolitik“, Kohlhammer-Verlag, Stuttgart und Köln, 1950.

Zölle werden wieder interessant. Und da ist es nicht unwichtig, wenn ein alter Zollpraktiker und -politiker wie Posse sich rechtzeitig über die Zolltechnik außen. Es ist aus den 80 Seiten viel zu lernen, wenn das Buch auch nicht leicht zu lesen ist, und vielleicht der Zoll im Rahmen außenhandelspolitischen Mittel – noch – zu sehr betont wird. Aber Passes Werk hat sein Gewicht ja nicht in den Aktualitäten. Die zollpolitischen und technischen Grundsätze sind entscheidend.

* W–n.

Mit dem Wesen der Werbung setzt sich die interessant aufgemachte Broschüre „werben oder beherrschen“ von Dr. Carl Hundhausen sehr temperamentvoll auseinander. Die Schrift vertritt vorbehaltlos den Gedanken der Wahrheit in der Werbung und stellt die Forderung, daß die beste Ware auf dem billigsten Weg an den Verbraucher kommen muß (Verl. W. Girardet, Essen, 64 S.).