In Hamburg fand, eine interne Arbeitstagung der Deutschen Gesellschaft für Völkerrecht statt, auf der Professor Schätze! (Mainz) über die „Annektion im Völkerrecht“, Dr. Menzel (Hamburg) über die „Ausländische Kriegsverbrechergesetzgebung“, und Rechtsanwalt Dr. Kranzbühler über die „Nürnberger Prozesse als Rechts-Problem“ sprachen.

Englische und deutsche Historiker treffen sich vom 21. bis 28. Juli in der Braunschweiger Kanthochschule, am die ersten Kritiken zu besprechen, die seit Beginn des englisch-deutschen Geschichtsbücheraustausches von den Historikern beider Länder, abgegeben wurden. Eine Besprechung zwischen französischen und deutschen Geschichtslehrern findet vom 8. bis 19. August in Freiburg im Breisgau statt.

Die braunschweigische wissenschaftliche Gesellschaft hat zu Ehren des in Braunschweig geborenen Mathematikers Karl Friedrich Gauss eine Medaille gestiftet, die jedes Jahr am 30. April, dem Geburtstag des Gelehrten, verliehen wird. Für die Jahre 1949 und 1950 wurde die Auszeichnung dem Leiter der Forschungsanstalt der Badischen Anilin- und Sodafabrik Ludwigshafen, Dr. Walter Reppe, und dem Direktor des Forschungsinstituts der Silikatchemie an der technischen Hochschule Göteborg, Professor Dr. J. Arvid Hedvell, zuteil.

An der Universität Bonn wurde ein planmäßiger außerordentlicher Lehrstuhl für Geschichte der Medizin errichtet. Während in Berlin und Leipzig bereits medizinhistorische Institute bestehen, war dieses Fach im Bundesgebiet bisher nur an der Universität München vertreten.

Von der amerikanischen Akademie für Kunst und Wissenschaft wurde William Faulkner für seine schriftstellerische Arbeit der letzten fünf Jahre die Howells-Medaille verliehen, die 1921 zum Gedächtnis an den amerikanischen Journalisten und Schriftsteller William Dean Howell gestiftet wurde. Sie wird alle fünf Jahre verteilt. Faulkner ist der zweite männliche Autor, der diese Auszeichnung erhalten hat.

Von dem amerikanischen Publizisten James Burnham, dessen Buch „Das Regime der Manager“ großes Aufsehen erregte, wird in diesem Monat unter dem Titel „Die Strategie des kalten Krieges“ ein neues Werk herauskommen, das in Amerika bereits viel diskutiert wird.

Mit dem Prix Lumière wurde der französische Film „Das dramatische Leben des Maurice Utrillos“ ausgezeichnet. Der Film hat schon vor seiner Premiere Aufsehen erregt, weil der Maler Utrillo gegen den Film den Einspruch erhob und erklärte, er entspräche nicht am Tatsachen,