Als erste Nachkriegsmesse im Saarland wurde am 29. April in Saarbrücken die „Saarmesse 1950“ eröffnet, die einen verhältnismäßig umfassenden Überblick über den Produktionsstand des heutigen Saarlandes vermittelt. Unter den 330 Ausstellern befinden sich in der Hauptsache Spitzenbetriebe. Sie dokumentieren damit die Absicht, diese Messe, wie es auch die Ansprache von Wirtschaftsminister Dr. Singer betonte, zur repräsentativen Verkaufsmesse des gesamten Saarlandes zu entwickeln. Noch aber fehlt in Saarbrücken das internationale Gepräge.

Man ist an der Saar davon überzeugt, daß eine derartige Veranstaltung nur bei einem entsprechenden Besuch aus dem benachbarten Westdeutschland erfolgreich sein kann. Daher hat man auch für die Einreise westdeutscher Besucher erhebliche Erleichterungen gewährt. Hoffentlich hören sie nicht mit dem Ende der Messe, am 14. Mai, schlagartig auf. Westdeutsche Firmen sind auf der Saarmesse durch ihre saarländischen Generalvertreter anwesend. Stark interessiert „eigen sich die Besucher für die ausgestellten Volk wagen, für deutsche Schreibmaschinen und für einige andere Qualitätserzeugnisse westdeutscher Produktion. ww.