Präsident Truman erklärte, er sei über die Weltlage nicht beunruhigt und rechne damit, daß das amerikanische Verteidigungsbudget im nächsten Jahre bereits gesenkt werden könnte. Auf einer Pressekonferenz betonte er, daß der Marshall-Plan ungleich billiger sei als ein dritter Weltkrieg.

Der USA-Senat kürzte die vorgesehenen 3,1 Milliarden Dollar für das dritte Jahr des Marshall-Plans um 250 Millionen Dollar. Wesentliche Änderungen werden jetzt voraussichtlich nicht mehr erfolgen.

Der amerikanische Außenminister Acheson traf zur Außenministerkonferenz der Westmächte in Europa ein. Er begann seine Besprechungen in Paris mit dem französischen Außenminister Schuman in Gegenwart des amerikanischen Hohen Kommissars für Deutschland, McCloy. Acheson rief die westlichen Völker auf, ihre Macht „mit äußerster Kraft“ zu vereinen.

Der stellvertretende britische Premierminister Morrison werde sich nicht an der Herbstkonferenz der Beratenden Versammlung des Europarats beteiligen, deutete der konservative Daily Express an. Die achtzehn britischen Delegierten im Europarat seien „kleine Lämmer, die sich verirrt haben, denn die Versammlung verfolge den Zweck, England an Europa zu binden“.

Der Generalsekretär der UNO, Trygve Lie, erklärte in Genf, die Zeit für die Beendigung des „Kalten Krieges“ sei gekommen. Lie befand sich auf dem Wege nach Moskau, wo er mit führenden sowjetischen Politikern über die Beendigung des „Kalten Krieges“ beraten will.

Thomas Mann bezeichnete in Stockholm in einer Rede Amerika und die UdSSR als „die beiden gutmütigen Kolosse in der Welt“.

Nach einer Meldung des Prager Rundfunks wurde der bisherige Chef des Stabes der tschechoslowakischen Armee, General Drgac, seines Postens enthoben und durch General Prochaska ersetzt. Von gutinformierter Seite verlautet, daß Prochaska ein ehemaliger sowjetischer Staatangehöriger ist. Es wird auf die Ähnlichkeit mit der Entwicklung in Polen hingewiesen, wo der Sowjetmarschall Rokossowski Ende vorigen Jahres den Oberbefehl über die polnische Armee übernahm.