DenJohann-Peter-Hebel-Preis des Badischen Unterrichtsministeriums erhielt dieses Jahr zum 190. Geburtstag des Dichters am 10. Mai der Baseler Hebel Forscher Professor Dr. Wilhelm Altwegg, von dem 1935 die bisher beste Hebel-Biographie veröffentlicht wurde.

Im Mittelpunkt der Internationalen Ruhrfestspiele vom 21. Juni bis 18. Juli in Recklinghausen. steht die Aufführung von Shakespeares „König Lear“ mit Werner Krauß in der Hauptrolle. Außerdem sind Gastspiele der Pariser Großen Oper, des Wiener Burgtheaters und der Hamburgischen Staatsoper vorgesehen und die Vorführung französischer und italienischer Spitzenfilme, die bisher in Deutschland noch nicht gezeigt wurden. An dem Europäischen Gespräch über das Thema „Der Arbeiter und die Kultur der Gegenwart“ werden sich neben anderen auch Dr. Eugen Kogon, Theodor Plivier, Ernst Rowohlt, Carl Zuckmayer und Ignatio Silone beteiligen.

Mit dem Beginn der Passionsspiele am 17. Mai werden in Oberammergau zwei Ausstellungen „Religiöses Kunsthandwerk und Kunstgewerbe“ und „Bayrische Passionskunst um Oberammergau“ eröffnet.

Ein Französisches Institut, das dem geistigen Austausch zwischen Deutschland und Frankreich dienen soll, wurde in München eröffnet. Es verfügt über eine Bibliothek von 25 000 Bänden.

Eine Woche „Probleme des neuen Schulbuches“ veranstaltet die Deutsche Gesellschaft für Erziehung Mitte dieses Monats in .Nürnberg. Sie soll deutschen und ausländischen Verlegern und Pädagogen die Möglichkeit zu einer Aussprache über die praktische Förderung der Erziehung durch das Schulbuch geben.

Die „Ostdeutsche Zeitung“ und die „Stimme der Vertriebenen“ sind in Hamburg zu einer Wochenzeitung von 140 000 Exemplaren Auflage verschmolzen. Damit ist die mit Abstand führende Vertriebenenzeitung geschaffen worden. Eine Sonderausgabe erscheint unter dem Titel „Europakurier“,

Die Chikagoer Zeitung Daily News und der Post Dispatch aus Saint Louis befinden sich unter den diesjährigen Trägern des Pulitzer-Preises, der ihnen für die Aufdeckung einer Korruptionsaffäre in Illinois verliehen wurde, wo die Presse sich vom Staat bezahlen ließ.

Im Audienzsaal des Vatikans wurde in Anwesenheit des Papstes Claudels Schauspiel „Verkündigung“ von Schauspielern des Pariser Theaters Hébertôt rezitiert. Es war dies die erste Theateraufführung seit den Tagen des Papstes Alexander Borgia vor 450 Jahren.