München, im Mai | er Starke ist zwar, am mächtigsten allein, aber es war doch ein Akt auch künstlerisch nicht unhelohnter Kameraderie, daß sich der berühmteste deutsche Tänzer, Harald Kreatzberg, für den seelenräubefischen Dr. Scapinelü zur- Verfügung stellte, der in Helge Peters Pawlinins Inszenierung derphantastischen Pantomime Der Student von Prag dem leidenschaftlidien, jedoch armen Verliebten sein Spiegelbild abkauft und die schöne Gräfin erst in Wahnsinn und jedes der Liebenden für sich dann in Selbstmord treibt, Jedenfalls zeigte die Münchner Uraufführung (rn Schauspielhaus) Höhepunkte intensiver Tanz- und Gebärdenkunsi nicht nur wenn Kre>utzberg (sdiwarzgewandet, weißsträhnig, traurigen Triumphen gespenstig nachflatternd) di Bühne beherrschte, sondern auch wenn die Spitzentänzerin Sybil Verden zum. Zuge kam. Im gaa= zen freilich war die Aufführung ungleichwertig Am reizvollsten Janni Loghis Bühnenbilder mit ihren gleichsam in Düsternis ertrinkenden FarbEruptionen, weit weniger schon Karl von Feilitzschs Musik, die nur stellenweise zu wirklichen Einfallen gedieh und sich in einer Schicksal entscheidenden Szene (Ball) mit Einlagen beschied. Man bedauerte das um so mehr, als Feiiitzsch letzthin wiederholt gelungeae Bühnenmusiken geschrieben hat. Was die übrigen Tänzer angeht, so war das Spiegelbild d Studenten (Kai Molvig, von dem die pantonürosche Idee stammt) rührender und anziehender als der Student selbst, den mit einer gewissen roden Kraft W. Schulte Vogelheim verkörperte. Za beanstanden blieb die mangelnde mimische Übereinstimmung bei den Spiegel Tänzen besonders der Männer;" hier hätten von vornherein die Bewegungen durch Stilisieren vereinfacht und durch weitere Proben vollends xakt gemacht werden müssen. Auf die Höhe seiner "Goyescas" ist Pawlinin noch nicht wieder zurückgekehrt, indessen war es ein verheißungsvolle! und mit reichem Beifall nicht nur für Kreutzberg belohnter Abend geworden, dem Kreutzbeigs Beispiel weiterhelfen sollte und könnte br,