Die in der vergangenen Woche von der Alliierten Hohen Kommission veröffentlichte Durchführungsverordnung zum Gesetz Nr. 24 gewährt Westdeutschland gewisse Erleichterungen auf dem Gebiet des Schiffbaues. Künftig dürfen Schiffe, deren Ausmessungen den Bestimmungen des Petersberg-Abkommens entsprechen, ohne vorherige alliierte Genehmigung gebaut werden. Das sind Frachter und Tanker bis zu 7200 BRT, Küstenfahrzeuge bis zu 2700 BRT, Fischdampfer, Schlepper u. a., Schleppkähne bis zu 650 BRT. Die Geschwindigkeit aller Schiffsklassen darf 12 Seemeilen je Stunde nicht überschreiten. Die Durchführungsbestimmung regelt auch den Erwerb von Tankern und Frachtern durch deutsche Firmen aus dem Auslande.

Nach wie vor ist allerdings der Erwerb von Schiffen, die die angeführten Daten übersteigen, von einer alliierten Genehmigung abhängig. Ausdrücklich wird bestimmt, daß die Kapazität der Werften ihren Stand nicht überschreiten darf, den sie am 14. April 1949 eingenommen hat. Die Hoffnungen, auch Erleichterungen für größere Schiffsbauten für Exportzwecke erreichen, blieben leider noch immer unerfüllt. we.