Der Reiseomnibus mit Bar, Küche und Waschgelegenheit (Bild oben) wurde als neuester Luxuszug der Landstraße auf der Leipziger Messe gezeigt. Und die Bundesbahn baut neue D-, FDt- und FD-Züge, die den Reisenden mit mehr Komfort umgeben, als er es vor dem Kriege gewohnt war. Es soll mehr gereist werden, das wünschen alle Transport-Fremdenverkehrsunternehmer, Ärzte und Psychologen. Und wer wieder reist, kann den Fortschritt im Lande mit den Augen ablesen. Niemand steigt mehr durchs Fenster, ein, keine drangvoll fürchterliche Enge in den Abteilen; der Reisende ist wieder Kunde und wird umworben. „Die Erholung beginnt mit der Reise“, so lockt die Bundesbahn. Es gibt Abteile, in denen man mit einem Griff die Sitze zu Liegesesseln umwandeln kann, und in diesen Tagen fuhr von Hamburg der erste „Ferienexpreß“ in die deutschen Alpen ab, der von jetzt ab wöchentlich verkehrt. Ein gleicher Sonderzug der „Arbeitsgemeinschaft Gesellschaftsreisen“ wird in Dortmund eingesetzt. In dem funkelnagelneuen grünen Zug sitzt man in roten, olivgrünen oder braunen Polstersesseln, Pagen reichen das Gepäck hinauf und herunter und bitten die Reisenden in den Speisewagen. Einen sechstägigen Aufenthalt am gewählten Bestimmungsort eingeschlossen, kostet diese Urlaubsreise mit dem „Ferienexpreß“ nicht viel mehr als sonst die Fahrt in der Polsterklasse. Foto dpa