Viel böse Gerüchte rankten sich um den zu Pfingsten nun endlich abgelaufenen Kampf ten Hoff–Walcott, von dem man sagt, daß ihm ein Kampf der Manager vorausgegangen sei und ihm ein Kampf der Anwälte vor Gericht folgen werde. Und trotzdem war es ein schöner, aufliegender und fairer Kampf. Der Bessere, der Amerikaner, gewann, der Unterlegene, der Deutsche, bewies seine Weltklasse. So war es –: Auch wenn das Publikum es schlechter ’deutscher Art gemäß für nötig hielt, ob dieses Urteilsspruchs zu pfeifen.

Allein, es gab etwas anderes, das den Rundfunkhörer in Erstaunen setzte. Der Sprecher, der so anschaulich den Kampf zu schildern wußte, verfiel zuweilen in einen gar merkwürdigen Jargon. Das eine Mal bedrückte es ihn, daß amerikanische Militärpolizei in einem deutschen Stadion für Ordnung sorgte, das andere Mal rief er: „20 000 stehen wie ein Mann hinter Hein ten Hoff.“ Er sprach von den „Rassegenossen“ Walcotts oder apostrophierte dessen Namen spöttisch mit einem vorgesetzten „Herr“. Und wieso ist Walcott für einen Rundfunksprecher stets der „Neger“? Wieso ist ten Hoff stets „unser Mann“? Sein Nationalgefühl und sein reichlich unbekümmerter Umgangston seien dem Sprecher unbenommen. In einer Rundfunkreportage hören wir beides nicht besonders gern, –co–