an muß die Amerikaner liebhaben, weil ihnen dieses Spottlied voller Charme auf den bürokratisch-vertrockneten militärischen Formalismus gelungen ist: Der in der US-Zone am Rhein spielende Film „Ich war eine männliche Kriegsbraut“ ist ein freimütiges Beispiel menschlicher Selbsterkenntnis und einer liebenswürdigen Ironie, die vor den eigenen Fehlern nicht haltmacht. Der weibliche USA-Leutnant (Ann Sheridan) und der französische Hauptmann (Gary Grant) – ihre männliche Kriegsbraut – kämpfen sich mit so viel Humor durch das Gestrüpp der Paragraphen und Fragebogen, daß die ununterbrochenen Pointen der schlagfertigen und sprühenden Dialoge leider zum Teil im brausenden Gelächter der Zuschauer verlorengehen. Dieser herrliche Lustspielfilm (jetzt Waterloo, Hamburg) des einfallsreichen Regisseurs Reward Hawks macht heiter und hoffnungsvoll, E. M.