Krieg bedeutet für das deutsche Volk auf jeden Fall, gleichgültig wie sein Ausgang ist, restlose Vernichtung." – Dieser Satz war am 18. Juni auf einer Delegiertenkonferenz des 15. SED-Bezirks der sächsischen Landeshauptstadt Dresden in einer Resolution von 155 Funktionären formuliert worden. Aber in der "Sächsischen Zeitung" (SED) vom 21. Juni 1950 wurde diese Resolution von dem Mitglied des Kreisvorstandes der SPD, Schlechte, schärfstem abgegriffen, "Diese Formulierung zeigt", so schrieb er, "daß man noch nicht gerechte von ungerechten Kriegen zu unterscheiden vermag. Imperialistische, ungerechte Kriege – das zeigt der faschistische Krieg – bringen ein Volk an den Rand des Ruins. Vaterländische, gerechte Kriege – das zeigt der sowjetische Befreiungskampf – führen zum Sieg des um seine Existenz kämpfenden Volkes. Erinnern wir uns in diesem Zusammenhang daran, daß es im Beschluß des Politbüros unserer Partei vom 2. März 1949 heißt: Im Falle einer Aggression ist es die Pflicht des deutschen Volkes, gegen die Aggressoren zu kämpfen und die Sowjetarmee in der Herbeiführung des Friedens zu unterstützen!"

Die kommunistischen Friedenskongreßler haben den Schleier gelüftet, und welcher Krieg gerecht ist, bestimmen sie... C. W.