Der Krieg in Korea nahm seinen Fortgang. Es gelang zeitweilig den nordkoreanischen Vormarsch aufzuhalten, nachdem amerikanische Truppen aller Wehrmachtteile in den Kampf eingriffen. General MacArthur wurde von Präsident Truman zum Oberbefehlshaber in Ostasien ernannt. Er begab sich an die Front. Amerikanische Flotten- und Luftwaffeneinheiten bombardierten nordkoreanische See- und Flugstützpunkte.

Präsident Truman unterzeichnete die Verlängerung des Dienstpflichtgesetzes um ein Jahr. Dadurch können jetzt jederzeit die Neunzehn- bis Sechsundzwanzigjährigen einberufen werden, außerdem hat er das Recht, die Reserve und die Nationalgarde zum aktiven Dienst aufzurufen.

Die Sowjetunion lehnte die amerikanische Forderung, ihren Einfluß zur Beendigung des Korea-Konflikts einzusetzen, ab. Sie erklärte, Südkorea trage die Verantwortung für den Ausbruch der Feindseligkeiten, und die Sowjetunion halte sich an den Grundsatz, daß eine Einmischung ausländischer Mächte in die internen Angelegenheiten Koreas unzulässig sei.

Streitkräfte der chinesischen Kommunisten in Stärke von etwa 26 000 Mann sollen an der Grenze zwischen der Mandschurei und Nordkorea konzentriert worden sein. Nach Berichten unabhängiger chinesischer Zeitungen in Hongkong will Rotchina seine gesamten Armeen zur Teilnahme am Korea-Feldzug "innerhalb der kommenden vierzig Tage" mobilisieren.

Der Moskauer Rundfunk und die Presse der sowjetischen Hauptstadt begannen erneut mit einer Kampagne gegen Schweden. Trotz aller gegenteiligen schwedischen Versicherungen behaupten die sowjetischen Kommentatoren, daß schwedische Militärs und Politiker ihr Land in den Nordatlantikpakt zu zwingen suchten. Sie wiesen besonders auf den Besuch britischer Kriegsschiffe in schwedischen Gewässern und auf die Ausrüstung der schwedischen Luftwaffe mit amerikanischen Flugzeugen hin.

Das finnische Reparationsbüro in Helsinki gab bekannt, daß die finnischen Reparationslieferungen an die Sowjetunion gemäß einem neuen Lieferungsvertrag das Soll um den Wert von etwa drei Millionen Dollar übersteigen. In Helsinki wurde darauf hingewiesen, daß es in Anbetracht der Weltlage besonders wichtig sei, daß Finnland seinen Reparationsverpflichtungen, wenn auch als einziges Land, mit vorbildlicher Pünktlichkeit nachkomme.

*