Die Volkswirtschaftliche Gesellschaft, Sitz Hamburg, erörtert die Grundlagen der sozialen Marktwirtschaft und die Möglichkeiten ihrer Durchführung. Nicht gesetzlich-formal festgelegte Mitbestimmung hält sie für richtig, sondern organisch gewachsene Partnerschaft. Wie sie diese durchsetzen möchte, erklärt die Gesellschaft in ihren jetzt vorliegenden Tätigkeitsberichten 1947/48 und 1949, Breiten Raum nimmt in diesen Blättern die Funktion des Unternehmers ein, der in Referaten mit anschließenden Diskussionen und in "Unternehmeraussprachen" angeregt wurde, nicht mir die materielle Seite, das "Geschäft" zu sehen, sondern auch seine sozialpolitische Aufgabe.

Hier also ist ein Forum, das Wert auf Ethik legt, das dem Unternehmer eine wirtschafts- und sozialpolitische Erziehung angedeihen lassen möchte. Ein schwieriges Unterfangen! Greifbare, mit Zahlen zu belegende Ergebnisse werden da nicht als Erfolgsnachweis ausgewiesen werden können. Aber, daß der Unternehmer wie seine Sozialpartner die Freiheiten und deren Grenzen kennenlernen, ist vonnöten. Niemand weiß besser als der "Untergebene", ob sein Chef (und die Gewerkschaftsfunktionäre) echt ist oder nur echt "tut". R. W.