Die westdeutsche Pkw-Produktion erreichte im ersten Halbjahr 1950 mit 89 700 Einheiten bereits 86 v. H. der Vorjahrserzeugung. An der Spitze steht das Volkswagenwerk mit 38 191, gefolgt von Opel (26 440), Daimler-Benz (15 164), Ford (9076), Borgward (700) und Auto-Union (100 Pkw). Der Export der westdeutschen Kraftfahrindustrie erreichte im ersten Quartal 1950 mit 11 829 Fahrzeugen 77,1 v. H. des gesamten Vorjahresexportes. 10 743 Wagen gingen in europäische Länder. Besonders günstig hat sich der Export von Last- und Lieferkraftwagen entwickelt.

Im Volkswagenwerk wird im Juli ein zweites Endband montiert. Man hofft, die Produktion bereits im August dadurch auf 9000 Stück steigern zu können. 1951 will das Volkswagenwerk 120 000 Volkswagen herstellen. Es beschäftigt augenblicklich 12 500 Personen.

Die Opel-Produktion erreichte im Juni 5051 Pkw und 1001 Lkw gegenüber 4665 Pkw und 816 Lkw im Mai. Exportiert wurden 2504 Fahrzeuge.

Von der Borgward-GmbH., Bremen, wurden im Juni 1236 Pkw und Lkw hergestellt. Im Vormonat belief sich die Produktionszahl auf 1147.

Die Gutbrod-Motorenwerke, Plochingen, stellten im Juni 457 Atlas-Kleinlastwagen her.

Im Ingolstädter Auto-Union-Werk lief Anfang Juli das 10 000. DKW-Motorrad vom Band.

Von der BÜSSING-Nutzkraftwagen-GmbH., Braunschweig, wurden im ersten Halbjahr über 700 Schwerlastwagen und 500 Trambusse produziert. Die Exportquote erreichte im Juni nahezu 20 v. H. des Umsatzes.