An der fünften Generalkonferenz der UNESCO, die kürzlich in Florenz stattfand, nahmen auf Wunsch der 59 Mitgliedstaaten zum erstenmal deutsche Berater teil, nämlich Professor Hallstein als Leiter des Deutschen Ausschusses für UNESCO-Arbeit" Dr. Salat vom Bundeskanzleramt und Dr. RheinfeIder von der Kultusministerkonferenz. Für Deutschland sind folgende Ergebnisse von Wichigkeit:

1. Ein Etat von 140 000 Dollar macht es möglich, in Deutschland (prinzipiell unter Einbeziehung der Sowjetzone) mit dem Arbeitsprogramm in den sieben Hauptgebieten Erziehung, Naturwissenschaften, Sozialwissenschaften, kulturelle Tätigkeit und Philosophie, Personenaustausch, Publizistik und Wiederaufbau zu beginnen. 2. In einem Sonderprogramm werden drei Institute für Sozial Wissenschaft, Erziehungswissenschaft und internationale Jugendarbeit eingerichtet. 3. Odd Nansens Bericht über die Lage der deutschen Jugend schlug internationale Zusammenarbeit zur Lösung dieses Problems vor. 4. Die UNESCO wird Schritte unternehmen, um die deutschen Institute in Rom und Florenz noch vor der endgültigen Regelung im Friedensvertrag wieder zu öffnen.

Die Bundesregierung hat dem "Deutschen Ausschuß für UNESCO-Arbeit" 100 000 DM zur Verfügung gestellt. Bundeskanzler Dr. Adenauer unterrichtete das Exekutiv-Komitee der UNESCO von der deutschen Bereitwilligkeit, der Organisation beizutreten. w. s.