In Korea setzten die kommunistischen Streitkräfte ihren Vormarsch, wenn auch verlangsamt, nach Süden fort. Es gelang ihnen, die amerikanischen Stellungen am Kum-Fluß zu durchbrechen und den Fluß zu überschreiten. Sie erreichten die Stadt Taejon. Ein Sprecher der amerikanischen Armee erklärte, die amerikanischen Truppen in Korea würden "nicht hingeschlachtet" und es sei dort "kein Dünkirchen" zu erwarten.

Der Generalsekretär der UNO, Trygve Lie, richtete in Lake Success am 52 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen einen Appell, Bodentruppen für die Streitkräfte der UNO in Korea zur Verfügung zu stellen. Sechs Länder haben bisher ihre militärische Unterstützung angeboten. Es sind dies England, Australien, Neuseeland, Kanada, Holland und Nationalchina.

Die amerikanischen Militärbehörden ordneten die Einberufung von 20 000 Mann für die USA-Landstreitkräfte an. Präsident Truman unterzeichnete ein Gesetz über die Verstärkung der amerikanischen Luftstreitkräfte von 48 auf 70 Geschwader. Er erklärte, die amerikanische Regierung arbeite gegenwärtig Pläne für die fortschreitende Mobilisierung der "Heimatfront" aus.

Das amerikanische Außenministerium erklärte, die USA-Konsulate im Ausland hätten Anweisung, die im Notfall erforderlich werdende Evakuierung amerikanischer Staatsbürger in ihrem Gebiet vorzubereiten.

Kein einziger Luftpirat wird es wagen, die Grenzen unseres großen, friedliebenden Staates zu überqueren. Er mag mit der besten Maschine der Welt so schnell und so hoch fliegen wie er will", erklärte die Prawda zum Tage der Sowjetluftwaffe. Die für diesen Tag geplanten Flugvorführungen wurden wegen schlechten Wetters abgesagt.

Der kalte Krieg zwischen Jugoslawien und den anderen Kominformstaaten verschärfte sich. Alle osteuropäischen Rundfunksender meldeten, es drohe "ein imperialistischer Angriff" auf Bulgarien und Albanien; Tito wurde beschuldigt, diese Länder zu provozieren. Zwischen Belgrad und Sofia fand ein diplomatischer Notenwechsel statt. Die jugoslawische und die bulgarische Regierung warfen einander Grenzverletzungen vor. Ungarns kommunistisches Zentralorgan gab Evakuierungen eines "gewissen Teils" der Bevölkerung an der jugoslawischen Grenze zu.

Die Pariser Konferenz über den Schuman-Plan veröffentlichte einen Zwischenbericht, in dem erklärt wurde, daß bei den bisherigen Arbeiten zur Schaffung einer Montanunion beträchtliche Fortschritte erzielt worden seien; Über die wichtigsten Probleme bestehe jetzt Klarheit. Das Bundeskanzleramt in Bonn berief den Wirtschaftsminister von Nordrhein-Westfalen, Professor Dr. Nölting von der SPD, als Mitglied in den deutschen Sachverständigen-Ausschuß für den Schuman-Plan.