Professor Dr. Erich Preiser "Die Zukunft unser er Wirtschaftsordnung – Probleme und Möglichkeiten", Kreuz-Verlag, Stuttgart, 1949.

Um eine ernsthafte, logisch einwandfreie und erschöpfende Darstellung dessen zu geben, was die Bezeichnung Wirtschaftsordnung verdient, braucht Preiser 141 Seiten Kleinformat. Kürzer geht es wirklich nicht, davon haben wir uns überzeugt. Eine Fülle knapper, eindringlicher und leicht verständlicher Formulierungen von einer sonst selten gegebenen Klarheit führen mit Hilfe ökonomischer Theorie und Praxis zur Klärung all der Begriffe, die als Schlagworte gemeinhin bekannt sind. Aber gerade, weil sie zu Schlagworten geworden sind, denkt man kaum noch über sie nach. Je populärer etwas wird, um so oberflächlicher und "allgemeingefährlicher" wird es. Wer wollte das bezweifeln, wenn er die Worte Planwirtschaft, soziale Marktwirtschaft, Sozialisierung, Mitbestimmung, Lohnpolitik, Arbeitslosigkeit, Vollbeschäftigung, Leistungswirtschaft oder Wettbewerb hört?

Pieisers Leistung ist es, ein Informationsbuch für jedermann geschaffen zu haben, das diese Begriffe klärt, sie logisch zerlegt und zusammenführt, ohne dem Leser das Nachdenken abzunehmen Auch wir können dieses Nachdenken niemandem ersparen; denn Preisers Gedanken und Beweisführungen nur einigermaßen vollständig darzustellen, hieße ein neues Buch schreiben wollen. W-n.

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De Veröffentlichung des Verlags Otto Schwanz & Co., Göttingen, zum "DM-Bilanzgeseiz" von Wolfgang Mersmann, beschäftigt sich vornehmlich mit der steuerlichen Seite des Gesetzes und nimmt zu Fragen Stellung, die im einschlägigen Schrifttum bisher nicht behandelt wurden (300 S., 12,50 DM).

Das aktuelle Thema "O.-R.-Geschäfte und Finanzamt" wird in den Hamburger Schriften des Steuerrechts von Hermann Blankau sehr interessant behandelt (Hamburg 11, Deichstraße 29, 50 S., 1,92 DM).

Von Dr. Walther Brandenburg kam im Hermann-Luchterhand-Verlag, Berlin-Frohnau, Welfenallee 3–5, die Broschüre "Kostenrechnung und Betriebsabrechnung" heraus (68 S., 1,85 DM).

Unter dem Titel "Die Mineralölversorgung Deutschlands" erläutert Dr. Hans Theel, der Leiter der Fabrikationsabteilung der deutschen Esso-Organisation (Hamburg 36, Neuer Jungfernstieg 21) alle Probleme, die zur deutschen Mineralölsituation von Interesse sind.