Läßt nicht der Titel glauben, es sei ein Jungen-Buch? Der Verfasser hat auch freilich die Jungen vor allem auf seiner Seite, wenn er in seinen Vorträgen mit trockenem Humor von seinen Abenteuern auf allen sieben Meeren erzählt. Aber des wackeren, lebenskundigen Kapitäns Carl Kircheiß "Wal hooo!" (Wilkens, Verlagsgesellschaft, Rendsburg) ist nicht nur eine spannende Schilderung christlicher Seefahrt, sondern der Weltumsegler hat hier zugleich mit handfesten Stories von der Jagd auf den Wal das ganze wirtschaftlich so wichtige Kapitel des Walfangs ausgebreitet. Stets, wenn die Deutschen einen Krieg verloren hatten, beschlossen die Sieger, sie dürften nicht mehr zum Walfang in die Arktis fahren. So auch diesmal. Kircheiß meint, eine Niederlage hätte mit dem Recht auf Walfang nichts zu tun. Deutschland war unter allen Völkern dasjenige, das am meisten Walöl verbrauchte. Laßt uns nicht nachlassen! – meint Kircheiß – geben wir keine Ruhe! Eines Tages werde dann wieder an Bord eines deutschen Walfängers der Ruf ertönen: "Wal hooo!" M.