Die beiden Männer saßen in der Bar und tranken. Der Junge, und der Alte mit dem nervös zuckenden Augenlid. Er sprach ununterbrochen auf den Jüngeren ein, und der nickte nur. Er hatte den ganzen Abend kaum etwas gesagt, sondern immer nur genickt. Der Schnaps hatte das Sprechen leicht gemacht. Auch das Zuhören.

"Sie sind doch jung. Wäre ich noch einmal! so jung wie Sie, würde ich wieder dorthin gehen."

Der andere sah auf die Ringe, die die Gläser auf der Thek hinterlassen hatten, und hatte große, sinnende Augen.

"Ein Maler muß dort gewesen sein. Alle großen Maler sind dort gewesen." Er winkte den Mixer heran. "Noch zweimal dasselbe." Dann tranken sie, und der Jüngere dachte an den Süden. Der Alte schüttelte sich. "Schnaps ist furchtbar. Er hat keine Kultur. Wein dagegen. .. Der schwere südländische Wein."

Und der junge Maler sagte leise: "Süden. – Italien, Frankreich, Spanien", und wußte, das er dorthin muß.

"Sie haben doch keine Verpflichtungen. Sie sind doch unabhängig", fing der Alte wieder an.

Der andere nickte und dachte an Ina. Aber er wußte, daß er trotzdem nach dem Süden gehen würde. Er dachte an die lichte Landschaft, die anderen Menschen, an die reizvollen Frauen. Süden. Malen.