Das "Bach-Fest 1950", mit dem in einer achttägigen Folge künstlerischer Veranstaltungen und musikwissenschaftlicher Vorträge Westdeutschland den 200. Todestag des Meisters (28. Juli) feiert, wurde am vorigen Sonntag in Göttingen eröffnet. Dem Festakt in der Hille des Rathauses, bei dem vor zahlreichen prominenten Gästen des In- und Auslands Bundesvizekanzler Franz Blücher als Vertreter des Schirmherrn Prof. Dr. Theodor Heuss die Eröffnungsrede hielt, ging ein Festgottesdienst in der Johanniskirche mit der Predigt des Universitätsrektors Prof. Dr. Dr. Trillhaas voraus. Im Völkerkundlichen Museum wurde sodann die von Bibliotheksrat Dr. Luther eingerichtete, eminent reichhaltige Ausstellung von Bach-Autographen, Erstdrucken, Kopien sowie biographischen und musikwissenschaftlichen Publikationen über Bach und sein Werk eröffnet. Wie die Anwesenheit von Vertretern des internationalen Kulturlebens und die vielen Besucher aus aller Welt bezeugen, ist das Interesse an dieser repräsentativen Festwoche, über deren Verlauf wir noch ausführlicher berichten werden, außerordentlich stark.