Unbemerkt von der Öffentlichkeit und fern von den Wirren des Krieges hat sich in den letzten zehn Jahren eine Umwälzung in der Graphologie vollzogen, die selbst ihre Fundamente nicht unberührt gelassen hat: die Graphologie ist zur exakten Wissenschaft geworden, die mit Stereomikroskop und komplizierten photographischen Techniken arbeitet. Bisher war es ihr nicht möglich, Forschung im größeren Stile zu betreiben, zumal es den Universitäten am Nötigsten fehlt. Daher ist eine „Gesellschaft der Freunde und Förderer der Graphologie e.V.“ gegründet worden, die die Errichtung eines graphologischen Forschungsinstitutes aus privaten Mitteln ermöglichen soll. Eine Reihe von Beiträgen wird die Leser der „Zeit“ in dieser und der folgenden Ausgabe über Entstehung, Forschungsstand und Probleme der wissenschaftlichen Graphologie unterrichten.