Man wußte, daß überall die Härte der D-Mark unseren Handel belastete. Für den Transitandel Englands in deutschen Waren – ein alteingespieltes, langsam wieder erwachendes Geschäft – hatte die Bank von England bestimmt, daß er mit Ländern außerhalb des Sterlingblocks Dollar für England bringen mußte, auch wenn England uns Pfunde zahlte. Es konnte ja stets ein, daß gerade diese Käufe für den Transit-Lande! in einem Monat die Zahlungs-Waagschale der Bank von England gegenüber Westdeutschand um mehr als die „Spitze“ von 7,5 Mill. £ belastete und England damit zur Goldleistung gebracht wurde!

Der Fall ist unter dem deutsch-britischen Abkommen für 1949/50 nicht eingetreten; das Gold, das man im Herbst 1949 an Deutschland geben nußte, hat man Anfang 1950 zurückbekommen.

Jetzt hat die Bank von England das Korsett etwas gelockert. Sie ist nunmehr gewillt, Transitabschlüsse in deutschen Waren mit Nicht-Stering-Ländern auch bei Zahlung in Sterling zu genehmigen. Es ist allerdings keine generelle Lizenz erteilt worden. Jeder Fall muß einzeln vorgelegt werden und wird einzeln entschieden. Doch sind immerhin schon eine Reihe von Transaktionen in Sterling genehmigt worden, darunter mit Brasilien, Argentinien, einigen anderen lateinamerikanischen Ländern und mit Norwegen, Englands Transithandel atmet auf. E. G.

Die amerikanischen Behörden in Japan haben endlich, wie die „Studiengesellschaft für privatrechtliche Auslandsinteressen e. V.“, Bremen, Langenstraße 98/99, mitteilt, sich entschlossen, von dem in Japan beschlagnahmten deutschen Vermögen die persönliche Habe zurückzugeben, die „non-objectionables“ oder „einwandfreien“ Personen gehörte. Den Bemühungen der Betroffenen und auch des Ostasiatischen Vereins ist es gelungen, die US-Behörden nach Jahr und Tag von dem wirtschaftlichen Widersinn und der Ungerechtigkeit ihrer Maßnahmen wenigstens insoweit zu überzeugen, als sie sich gegen die sogar von den USA-Dienststellen als „einwandfrei“ bezeichneten Deutschen richteten.