Die Radioröhrenindustrie senkte mit Wirkung vom 1. August ihre Preise von 30 bis 50 v. H. Die Auswirkung dieser Senkung auf die Preise für Radioapparate der neuen Saison dürfte zu einen Niveau führen, das angesichts der allgemeinen Preisentwicklung sicher kaum noch unterschritten werden kann. Mit einer großen Absatzsteigerung wird vor allem bei der sogenannten „Ersatzbestückung“ durch die Besitzer älterer Radioapparate gerechnet. Deutschlands größre Röhrenfabrik ist der Hamburger Betrieb der Philips Valvo Werke. Den zweiten Platz nimmt Telefunken (Berlin und Ulm) ein. Die Preise für Radioröhren liegen nach dem heutigen Stand (Index 120) nur noch unwesentlich höher als 1938. Gleichrichterröhren kosten sogar 20 Prozent weniger.

Zum zweitenmal in diesem Jahr senken die Glühlampenhersteller – Osram, Philips, Radium sind die größten – ihre Bruttopreise um 10 v. H. und für Leuchtstofflampen ist die gleiche Verbindung eingetreten. Damit liegt das Preisniveau für Glühlampen bei 130 (1936 = 100). Industrie und Handel glauben an Absatzsteigerung. S.