In mehreren Sitzungen des Weltsicherheitsrates versuchte der sowjetische Delegierte Malik den Rat zur Annahme einer von ihm aufgeteilten Tagesordnung, zur Zulassung Rotchinas zur UNO und zur Zurückziehung aller ausländischen Truppen aus Korea zu veranlassen. Alle seine Anträge wurden niedergestimmt. Es wurde die amerikanische Tagesordnung angenommen.

In einer Regierungserklärung an das indische Parlament über den Koreakonflikt erklärte Ministerpräsident Pandit Nehru, daß der Westen die Probleme Asiens falsch anfasse, da er die asiatische Mentalität nicht verstehe. Wenn Rotchina einen Sitz im Sicherheitsrat gehabt hätte, so sagte er, wäre die Koreakrise nicht ausgelöst worden.

General McArthur kehrte von seinem Besuch aus Formosa zurück. Während man in diplomatischen und politischen Kreisen Hongkongs und Tokios einen Invasionsversuch Mao Tse Tungs auf Formosa für unmittelbar bevorstehend ansieht, kündigte der Militärbefehlshaber in Südwestchina, General Liu Po Tschen, der eine Streitmacht von über 400 000 Mann befehligt, den Einmarsch rotchinesischer Truppen in Tibet „für die nächste Zukunft“ an.

Der australische Außenminister Spender deutete auf einer Pressekonferenz in Singapur an, daß er auf seiner gegenwärtigen Reise nach Großbritannien und den USA versuchen werde, das Interesse anderer Nationen an einem Pazifik pakt zu wecken, der dem Atlantikpakt „nicht unähnlich“ sei.

Präsident Truman unterzeichnete eine Verordnung, durch die die zahlenmäßige Begrenzung der amerikanischen Streitkräfte aufgehoben wird. Außerdem forderte er vom amerikanischen Kongreß zusätzlich 950 Millionen Dollar für den Ausbau der amerikanischen Marine-Luftstreitkräfte.

Die amerikanische Armee berief 62 000 Reservisten zum aktiven Wehrdienst ein. Die Flotte verhängte eine einjährige Entlassungssperre.

Der amerikanische Senat bewilligte 34 237 000 000 Dollar für die Staatsausgaben in dem am 30. Juni 1951 endenden Rechnungsjahr. Ein Antrag, die Marschallplangelder im gleichen Zeitraum um fünf v. H. zu kürzen, wurde abgelehnt.