Die „Dollar-Klausel“ für den deutsch-britischen Handel ist beseitigt. Noch bevor das neue Handelsabkommen – wahrscheinlich in dieser Woche – fertig ist, sogar bevor das „Interregnum“ für drei Monate getroffen worden war, hatte nicht nur der Handel zwischen den leiden Ländern, sondern auch zwischen Deutschland und den Kolonien sowie den Dominien Austialien, Südafrika und Pakistan das Odium der eventuellen Dollar-Verpflichtung verloren. Inzwischen sind selbst nichtbritische Mitglieder des Sterlingblocks, wie etwa Irak, in den Genuß der „weichen“ D-Mark gekommen; auch im Transit-Handel über England heißt es jetzt „Sterling allewege“.

Beim Transithandel wird allerdings Deutschland noch aufpassen müssen, daß ihm beim Weiterverkauf in „halb-harte“ Länder nicht eines von zwei denkbaren Schnippchen geschlagen wird. Entweder der Verlust von „möglichen“ Dollar für Direkt-Exporte – wenn sie nämlich genügend dringend vom Empfängerland gebraucht werden, daß es Dollar aufzuwenden bereit wäre. Oder aber ein „drittes Land“ könnte zwar Sterling für deutsche Waren zahlen, den Import jedoch auf die deutsche Ursprungsliste setzen und... entsprechende Exporte nach Deutschland verlangen, die dann in Dollar zu bezahlen wären! Das klingt absurd, kann jedoch, wie uns Experten versichern, etwa im Geschäft mit Lateinamerika durchaus eintreten.

Was ist die Antwort? Hoffentlich nicht die negative, man müsse beim Transit „vorsichtig“ sein und ausländischen Transithändlern auf die Finger’sehen. Es ist zu wünschen, daß die Antwort bald positiv lauten kann, daß auch im Handel mit jenen „dritten Ländern“ – ob er nun mit oder ohne Zwischenschaltung ausländischen Transithandels erfolgt die „Dollarklause!“ beseitigt werden kann. Gw.