Schade, daß man einer Automobilfabrik nicht um den Hals fallen kann!“ schrieb Frau Christine Flier aus Tönning an der Eider, die anläßlich der Feier zum 25jährigen Bestehen der Deutschen Ford-Werke einen „Taunus“ geschenkt bekam. Denn sie war in der Geburtsstunde der Ford-Werke, am 18. August 1925 um 11 Uhr, geboren worden. Als die Glückliche das schrieb, saß sie noch im einsamen Tönning, im „Armenhaus Deutschlands“. Am vergangenen Freitag aber stand sie – durchaus nicht verlegen und ängstlich – auf dem großen Balkon der Kölner Ford-Werke, nahm dankbar ihren Wagen entgegen und fand, daß man einer Automobilfabrik doch sehr gut um den Hals fallen kann: Unter dem Beifall der Ehrengäste und der Ford-Belegschaft vertrat Generaldirektor Erhard Vitger seine Ford-Fabrik auch dabei mit sehr viel Charme...

Die Verlosung von zwei weiteren Wagen aus der Ford-Produktion, die innerhalb der Belegschaft vorgenomen wurde, löste ebenfalls starken Beifall aus. Einen Wagen gewann ein Arbeiter, den anderen ein Angestellter. Und damit haben eigentlich die Ford-Werke im Rahmen ihrer Jubiläumsfeier ein sehr schönes Beispiel ihrer engen Verbundenheit mit der Belegschaft gegeben. Ein weiterer und wichtiger Baustein auf diesem Wege war die Grundsteinlegung für eine Ford-Siedlung von 300 Wohnungen, die das bisher großzügigste Wohnbauprojekt des Unternehmens darstellt. Die Kosten des Bauvorhabens belaufen sich auf 3,5 Mill. DM.

Den festlichen Rahmen des Ford-Jubiläums gab neben der Sternfahrt der Ford-Händler aus allen Teilen Westdeutschlands und Berlin – bei der Niedersachsen an erster Stelle lag –, ein Festakt im Gürzenich und ein Sommernachtsfest auf dem Gelände der Kölner Messe, dem 12 000 Gäste beiwohnten. Zur Erinnerung an dieses Jubiläum erhielt Köln ein neues Wahrzeichen: den Ford-Turm, der den Namenszug FORD im Neon-Licht weit in das rheinische Land leuchten läßt. ww.