Unsere kritische Veröffentlichung, die sich in Nr. 33 unter dem Titel „Verkehr mit Flaschen“ mit dem Tätigkeitsdrang des Bundesverkehrsministers beschäftigte, hat uns eine Fülle von Zuschriften eingebracht. Aus der Reihe der wenigen ablehnenden Stimmen verdient ein Brief besondere Erwähnung, den uns ein Leser aus Bremen schrieb. Er wendet sich vor allem gegen unsere Bemerkung, daß Eystrup gemäß einer bundesverkehrsministeriellen Verfügung D-Zug-Station wurde und schreibt: „Beim Studium einiger älterer Kursbücher kann man feststellen, daß Eystrup schon D-Zug-Station war, als Dr. Seebohm noch auf Kinderbillet reiste. Der D-Zug hält in Eystrup auch nicht wegen der Senffabrik und der 2500 Einwohner, sondern wegen der Bahn, die von hier über Hoya nach Syke führt und den Kreis Grafschaft Hoya und seine 150 000 Einwohner mit Hannover und Bremen verbindet.“

Selbstverständlich hat unsere Veröffentlichung nicht den Zweck gehabt, Eystrup um den D-Zug-Halt zu bringen. Das hatten wir bereits am 17. August unmißverständlich durch den Hinweis „nichts Unfreundliches gegen Eystrup“ zum Ausdruck gebracht. Mit der Erwähnung des jetzt bereits verhältnismäßig lange zurückliegenden „Falles Eystrup“ wollten wir lediglich darauf hinweisen, daß die Neigung des Ministers, auf „abgekürztem Dienstwege“ direkte Anordnungen zu geben, eben nicht nur beifällig aufgenommen wird.