Aus der Fülle der Veröffentlichungen zur Rückerstattungsfrage greifen wir nur die wichtigsten heraus und bebginnen mit den kommentierten Gesetzesausgaben: Zuerst ist (Herbst 1949) der „Kommentar zum Rückerstattungsgesetz (Mil.-Ges. 59 vom 12. Mai 1949, Brit. Zone)“, bearbeitet von Dr. W. Petrich, Paderborn, erschienen. Die Arbeit nannte sich „Kurzkommentar“, der seine Entstehung der Praxis verdanke, Der Verfasser hatte ein Jahr zuvor für die amerikanische und französische Wiedergutmachung (vom 10. November 1947) ein ähnliches Werk herausgebracht. Es ist bezeichnend für die rasche Entwicklung dieses Rechtsgebietes, daß diese Erstlinge schon bald verwelkten. Von späteren Textausgaben ist am verbreitetsten (und heute noch brauchbar) der Ende 1949 erschienene „Kommentar zur Rückerstattung“ (Brit. Zone) von Dr. J. F. H. Peters (Dozent an der Staatlichen Akademie für Verwaltungswissenschaften).

Es fehlt noch an einem für Wissenschaft und Praxis wertvollen Kommentar für die britische Zone, wie er für die amerikanische Zone durch R.. und H. Freiherren v. Godin Herbst 1949 durch den Verlag de Gruyter & Co., Berlin, herausgebracht worden ist. Leider viel zu früh! Denn schon die Besprechung im Oktoberheft 1949 der Monatsschrift für Deutsches Recht mußte auf diese und andere Mängel verweisen. Der allzu vorsichtige Verlag hat sich gescheut, mit einer Neuauflage hervorzutreten. Im März 1950 teilte er zwar mit, daß eine neue Ausgabe des Werkes, in dem auch die britisch-zonale Gesetzgebung behandelt werde, im Druck sei. Sie ist aber noch nicht im Buchhandel.

Da den Verlegern das Risiko des vorzeitigen Überalterns solcher Kommentare zu groß zu sein scheint, haben einige andere Wege gefunden. Vor allem ist die C. H. Becksche Verlagsbuchhandlung, München und Berlin, zu nennen, die eine Sammlung „Rechtsprechung zum Wiedergutmachungsrecht“ seit November 1949 monatlich herausbringt. Von diesem sehr vollständigen Werke liegen nunmehr neun Hefte vor: wohl die reichhaltigste Sammlung auf diesem Gebiete.

Humanitas Verlag GmbH, in Koblenz hat die jetzt beliebte Form des Mappenwerkes mit systematischer Selbstgliederung gewählt. Sein „Handbuch der Wiedergutmachung in Deutschland“ ist inzwischen bis zur 17. Lieferung gediehen. Unter Führung von Dr. Frenkel gelang es, bedeutende Mitarbeiter des In- und Auslandes zu gewinnen. Der Hauptmangel: die Ungleichmäßigkeit der Beiträge trotz bester Leistungen im einzelnen doch stark hervor.

Schließlich hat die Verlagsgesellschaft „Recht und Wirtschaft“, Heidelberg, sich seit längerer Zeit des Wiedergutmachungsrechtes besonders angenommen. In ihrem „Betriebs-Berater“ und in „Sonderbeiträgen“ behandelt sie dieses Gebiet sorgsam-verdienstlich. Nicht ganz vorbehaltlos kann ihrer „Schriftenreihe“ zugestimmt werden, in der zunächst ein Heft „Praktische Fragen der Rückerstattung in den Westzonen und Berlin“ erschienen ist und soeben ein zweites „Weitere praktische Fragen der Rückerstattung“ erscheint. Dieses Heft behandelt neben den vier Rechtsgebieten auch das interzonale Recht und allgemeine Fragen. Dabei hat der Verlag Sachkenner von hohem Range, besonders aus der Rechtsanwaltschaft (wie Duden-Mannheim/Heidelberg, Graf v. d. Goltz-Düsseldorf, die führenden Stuttgarter Anwälte), mit Einzelfragen zu Worte kommen lassen. Aber neben dem grundsätzlichen Mangel einer unsystematischen und daher nicht widerspruchsfreien Behandlung der Einzelfragen müssen wir bedauern, daß der die britische Zone behandelnde Teil offenbar am wenigsten zu seinem Rechte gekommen ist. Volkmann

Von der Industrie- und Handelskammer Köln wird die Herausgabe eines „Handbuches des Kölner Außenhandels“ vorbereitet.

„Bilanzreform und Einheitsbilanz“ heißt eine Neuerscheinung, die Prof. Dr. Erich Kosiol im Deutschen Betriebswirte-Verlag, Berlin W 30, Eislebener Str. 10, erscheinen ließ (213 S., 7 DM).