Die Gründung von drei internationalen UNESCO-Zentren in der Bundesrepublik beschloß ein in Paris tagender Sachverständigenausschuß der Unesco unter dem Vorsitz des Osloer Universitätsprofessors Sommerfelt. Die drei Zentren – für Jugendbewegung, Sozialwissenschaften und für Pädagogik – sollen neben den bereits bestehenden Unesco-Büros in Düsseldorf, Stuttgart und Mainz tätig sein und unter aktiver deutscher Mitarbeit von einem internationalen Spezialistenkomitee geleitet werden. Durch diesen Beschluß ist mit der Verwirklichung des Deutschlandprogramms 1951 begönnen worden, das eines der Ergebnisse der Florenzer Unesco-Tagung dieses Sommers war.

Eine Kardinal-von-Galen-Stiftung wurde in Münster in Westfalen gegründet. In einem Haus der Galenschen Familie wird eine theologische Bibliothek mit 80 000 Bänden eingerichtet werden.

An dem Internationalen Mathematiker-Kongroß in Cambridge (vom 29. August bis 7. September) nehmen zwölf deutsche Mathematiken unter Führung von Professor Erich Kamke, Tübingen, teil.

Carl Orff hat eine neue Oper „Ödipus“ vollendet, die wie seine „Antigone“ eine Wiederbelebung der antiken Tragödie darstellt. Das Werk soll in der neuen Spielzeit aufgeführt werden.

Einen Überblick über das Lebenswerk Oskar Kokoschkas wird eine Ausstellung geben, die im nächsten Monat in München eröffnet wird. Sie ist seit 1933 die erste Gesamtausstellung seiner Werke in Deutschland.

Günther Weisenborn plant für Ende dieses Jahres an den Städtischen Bühnen Frankfurt die Einrichtung einer „Lektüren-Bühne“. Sie soll jungen Dramatikern die Möglichkeit geben, ihre Figuren auf der Bühne zu sehen, damit sie ihre eigenen Leistungen überprüfen können.

Das neueste Stück des 65jährigen Sascha Guitry trägt den Titel „Irrsinn“. Die Hauptrolle wird der französische Komiker Fernandel übernehmen.