In einer formellen Note an die Vereinigten

Nationen protestierte der Ministerpräsident und Außenminister des kommunistichen China, Tschau En Lai, gegen die Anwesenheit der 7. amerikanischen Flotte in den Gewässern von Formosa. In der Note heißt es, der Sicherheitsrat sei „verpflichtet, die amerikanische Regierung wegen ihrer verbrecherischen Handlung, die sie durch die bewaffnete Invasion chinesischen Territoriums beging, zu verurteilen“. – Die Vereinigten Staaten haben die Vereinten Nationen eingeladen, die Übernahme des Schutzes von Formosa durch die amerikanische Flotte an Ort und Stelle zu untersuchen.

Auf Anweisung des amerikanischen State Department hat der UNO-Oberbefehlshaber in Korea, General McArthur, eine Botschaft über die militärische Bedeutung Formosas zurückziehen müssen, die bei dem Jahrestreffen ehemaliger Kriegsteilnehmer in Chikago. verlesen werden sollte.

Es bestehe keine Gefahr mehr, daß Korea evakuiert werden müsse, erklärte der amerikanische Verteidigungsminister Johnson vor republikanischen Senatoren. – Die militärische Lage in Korea ist durch den erneuten Angriff nordkoreanischer Divisionen an vier Frontabschnitten gekennzeichnet. Der bedrohliche Vorstoß gegen den Hafen Pohang an der Ostküste wurde vorläufig zum Stehen gebracht. Etwa 30 km nordöstlich von Taegu sind schwere Kämpfe entbrannt. – Die ersten englischen Landtruppen sind in Korea eingetroffen.

In der Sitzung des Sicherheitsrates wurde eine Einigung über die umstrittene Verfahrensfrage der Zulassung von Vertretern Nord- und Südkoreas auch in dieser Woche stellt erreicht. Der sowjetische Delegierte Malik Beschuldigte die USA, die UNO-Mitgliedstaaten zu einem Kreuzzug gegen Nordkorea gezwungen zu haben, der in Wirklichkeit ein Kolonialkrieg gegen die Völker Asiens sei.

Trotz des Einspruches von Präsident Truman und des USA-Außenministeriums billigte das Repräsentantenhaus am Freitag im Rahmen des ordentlichen Haushaltes eine Spanien-Anleihe in Höhe von 62,5 Mill. Dollar-

Ein Konferenzausschuß beider Häuser des amerikanischen Kongresses hat am Donnerstag beschlossen, die Europahilfemittel für das laufende Jahr um 200 Mill. Dollar (840 Mill. DM) zu kürzen. Die Kürzung der Europahilfemittel muß jedoch von beiden Häusern des Kongresses noch gebilligt werden, bevor sie in Kraft treten kann.