Sicherlich hat niemand einen harten Auftrag in schönerem Sinne zu erfüllen gesucht als der englische Captain Sulzbach, der – ein deutscher Emigrant – während des Krieges Kommandeur eines Kriegsgefangenenlagers in England war: er hat aus seinem Abscheu gegen Hitler keinen Abscheu gegen die Deutschen gemacht und hat getan, was er für seine 4000 Schützlinge nur tun konnte. Da er nach Kriegsende aber auch unter den englischen Exsoldaten manche fand, die in deutschen Gefangenenlagern nicht nur Böses, sondern auch Gutes erfahren hatten, sah er hierin einen Weg zu einer besseren Verständigung, ja vielleicht einer neuen Kameradschaft. Gemeinsam mit den Mitgliedern des Anno 1929 gegründeten „Weltklubs“, der nach langen Jahren wieder ein internationales Treffen veranstaltet, wollen auf Sulzbachs Initiative ehemalige deutsche und englische Kriegsgefangene im September zu Falkenstein im Taunus zusammenkommen. Hier ist sie also verwirklicht, die fruchtbare und schöne Idee, daß gemeinsames Schicksal über die Grenzen hinweg eine Basis schafft, auf der sich Mensch zu Mensch findet. –r