Gehorsam. Mit dem Bibelwort: „Durch mich regieren die Könige und setzen die Ratsherren das Recht. Durch mich herrschen die Fürsten und alle Regenten auf Erden“, fordert das Ost-CDU-Blatt Neue Zeit die Pfarrer in der „DDR“ (Deutsche Demokratische Republik) zum Gehorsam gegen die Sowjets auf.

Nomen est omen. „Die Anerkennung der Oder-Neiße-Linie wirft in der Ostzone ihre Schatten auch auf die Straßenschilder“, schreibt die Westberliner Zeitung Berliner Stadtblatt. In Straußberg hätten Straßen wie Bromberger, Gnesener, Danziger, Thorner, Graudenzer und Tilsiter Straße ihre alten Namen verloren. „Allerdings“, so fügt die Zeitung hinzu, „hat man nicht den Mut gehabt, die neuen polnischen Namen dieser Städte einzusetzen.“ Das Blatt meint, darin ein Zeichen sehen zu können, daß die Bevölkerung mit der „Grenze des Friedens“ vielleicht doch nicht einverstanden sei.

Hartwährung. Die tschechoslowakische Bevölkerung muß jetzt die Steine von Pfirsichen und Aprikosen sammeln, die in der Industrie wieder Verwendung finden sollen. Die kommunistische Zeitung Rovnost erklärt, daß Seife, kosmetische Artikel und chemische Produkte daraus hergestellt werden könnten. Der Wahlspruch dieser Aktion lautet: „Jeder Kern in die Sammlung – und die Hartwährung wird erhalten werden können!“

Tausch. Die südburmesischen Kommunisten tauschen Hemden gegen Munition ein, um den Mangel an Patronen zu beheben. Zur Zeit gilt der Tauschsatz: ein Hand gegen fünfzehn Ladestreifen mit Patronen.