Die Deutsche Linoleum-Werke AG., Bietigheim, Württ., hielt am 26. August ihre ordentliche Hauptversammlung ab und beschloß nach Vorlage der DM-Eröffnungsbilanz die Umstellung des Aktienkapitals im Verhältnis 1:1 auf DM. Im Bericht des Vorstands für die Zeit vom 21. Juni 1948 bis zum 31. Dezember 1949 kam zum Ausdruck, daß sich Währungsreform und Aufhebung der Warenbewirtschaftung auf die Geschäftslage der DLW auf der ganzen Linie’positiv ausgewirkt haben. Allerdings sind in der Beschaffung der wichtigsten Rohstoffe, insbesondere bei Leinöl, noch nicht alle Schwierigkeiten beseitigt. Das Unternehmen konnte weitere kriegszerstörte Anlagen nach erfolgtem Wiederaufbau in die Produktion einschalten. Die Ausweitung von Produktion und Absatz ermöglichte die Neueinstellung zahlreicher Arbeitnehmer. Der Wiederaufbau kriegszerstörter Wohnungen und der Wohnungsneubau konnten ebenfalls erheblich gefördert werden. Auch bei der zu den DLW gehörenden Rohpappenfabrik Worms AG. sind befriedigende Betriebsergebnisse zu erwarten. Bei den DLW bewegen sich in diesem Jahre Produktion und Absatz weiterhin in aufsteigender Linie. Mit besonderer Freude verzeichnet man die Belebung des Exportgeschäftes.

Die zunehmende Verwendung von Leinöl hat es der Deutsche Linoleum-Werke AG. in Bietigheim und in ihren Zweigniederlassungen Delmenhorst und Maximiliansau erlaubt, nunmehr die Herstellung des Linoleums auf Vorkriegsbasis vorzunehmen. Das war infolge der Verwendung inländischer Kunststoffe bisher nicht möglich. Diese Umstellung ergibt gleichzeitig eine Ermäßigung der Gestehungskosten, die das Unternehmen zum Anlaß nahm, eine erneute Preissenkung – für Bauqualitäten bis 15 v. H. – ab 1. September einzuführen. Bei der Stragula-Fabrikation ist infolge der Ausweitung der Produktion und einer Rationalisierung ebenfalls eine Senkung der Selbstkosten eingetreten. Hier haben die DLW eine Preisermäßigung von etwa 12 v. H. eintreten lassen. ww.