Auf der letzten Sicherheitsratsitzung unter dem Vorsitz des sowjetischen Delegierten Malik wurde die von Malik geforderte Einladung eines nordkoreanischen Vertreters abgelehnt. Damit ist der Weg für die Aufnahme der Debatte über die drei auf der Tagesordnung stehenden Punkte: Koreakonflikt, Beschwerde über eine angebliche amerikanische Aggression gegen Formosa und Beschwerde über angebliche amerikanische Angriffe gegen die Mandschurei frei geworden.

In der ersten Sicherheitsratsitzung unter Vorsitz des englischen Delegierten Jebb legte der südkoreanische Botschafter in Washington, John Tschang, die Auffassung der südkoreanischen Regierung dar.

Über die friedlichen Absichten der USA im Koreakonflikt sprach Präsident Truman im amerikanischen Rundfunk. In einem Acht-Punkte-Programm setzte sich der Präsident für Frieden und Sicherheit durch die UNO, für ein freies, unabhängiges und vereintes Korea, für die friedliche Regelung der Formosafrage und für die Verhinderung einer Ausweitung des Koreakonfliktes ein. Außerdem verlangte Truman die Mobilisierung aller Hilfsquellen der freien Welt zur Schaffung einer Macht, die den Frieden sichert.

Über die Fortschritte des sowjetischen "Welteroberungsplanes" sprach der Vorsitzende des amerikanischen Amtes für strategische Rohstoffe und frühere Luftfahrtminister Stuart Symington, Er erklärte, die Sowjetunion habe in Verfolgung ihres Planes ständig die Stärke ihrer Wehrmacht sowie ihren Vorrat an Atombomben und das Material zur Herstellung der Atombombe vergrößert. Symington zählte die wichtigsten Schritte auf, die die Sowjets seiner Meinung nach nach dem Krieg zur Eroberung der Welt schon getan hätten. Dazu rechnete er vor allem die gut organisierte und gut ausgebildete militante Minderheit, die die Sowjets in jedem demokratischen Land organisiert haben und die unter dem Schutz der demokratischen Regierungsformen die demokratischen Staaten zu Fall bringen wolle. Außerdem sei durch die geschickte, beständige und entschlossene Propaganda der Sowjetunion im ganzen gesehen die Zahl der Menschen nach dem Krieg in der Welt wahrscheinlich größer geworden, die den Kommunismus für eine bessere Regierungsform halten, als es die demokratische ist.

Für Ost-West-Verhandlungen in allen strittigen Fragen und einen Mittelweg zwischen der Haltung der Vereinigten Staaten und der Sowjetunion tritt die Mehrheit der Mitglieder der britischen Labour Party ein. Dies geht aus leer Reihe von Entschließungen von Vorschlägen hervor, die von den Ortsausschüssen für den diesjährigen Parteitag der Labour Party im Oktober eingereicht würden

50 bis 55 Divisionen sowie die dazugehörenden Luftstreitkräfte seien nötig, um einen ersten Angriff auf Westeuropa abzuwehren und die nötige Atempause zu gewinnen, bis der Westen seine gesamte Macht mobilisieren könne. Dies erklärte der ständige Exekutivausschuß des Atlantikpaktes nach einer Meldung des Figaro. Bisher wurden zum Auffangen des ersten Angriffes aus dem Osten 30 Divisionen als genügendangesehen.

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