Obwohl zum ersten deutschen Studententag in Köln alle Rektoren deutscher Hochschulen eingeladen waren, nahm nur der Rektor der Erlanger Universität, Professor Dr. Baumgärtel, an allen Sitzungen des Studententages teil. Während Fragen der Hochschulreform und der Beziehung zwischen Hochschule und Staat sachlich erörtert wurden, kam es bei der Diskussion über das Korporationswesen zu lebhaften Auseinandersetzungen.

Paul Hindemith wird zur Hamburger Bach-Feier am 12. September in der Musikhalle seine Kantate "Apparebit repetina dies" und zwei Werke von Bach dirigieren. Außerdem wird er die Festrede über das Thema "Johann Sebastian Bach – ein verpflichtendes Erbe" halten.

Der deutsche Film "Nachtwache" mit Luise Ullrich in der Hauptrolle erhielt bei der Filmbiennale in Venedig eine der fünf Goldmedaillen, die der amerikanische Szelnick-Preis für die besten Filme Europas aus dem Jahre 1949 ausgesetzt hatte. Die vier anderen Medaillen verteilen sich auf Dänemark für den Film "Wir wollen ein Baby", Frankreich für "Rückkehr zum Leben", England für "Paß für Pimlico" und Schweden für "Liebe besiegt alles". Den goldenen Lorbeer für den europäischen Film, in dem sich Leben und Charakter des herstellenden Landes am besten und klarsten spiegeln, erhielt Italien für den Film "Frauen ohne Namen", der die Geschichte eines Flüchtlingslagers für Frauen er–zählt.

Während der Festwoche zum 150jährigen Bestehen der Lübecker Museen (vom 3. bis 10. September) hielt der Direktor der Hamburger Kunsthalle, Professor Dr. C. G. Heise, einen Vortrag über "Das Museum der Gegenwart".

Das Hamburger Schauspielhaus in der Kirchenallee feiert gleichzeitig mit dem Beginn der neuen. Spielzeit am 15. September sein fünfzigjähriges Bestehen durch eine festliche Aufführung der "Iphigenie" mit Lieselotte Schreiner, Horst Caspar und Günther Hadank in den Hauptrollen. Die Regie führt Lothar Müthel.

Der stellvertretende Präsident des Deutschen Bühnenvereins, Dr. Hanns Walther Sattler, feierte mit einer Inszenierung des "Zigeunerbaron" von Johann Strauß im Theater am Besenbinderhof das Jubiläum seiner fünfundzwanzigjährigen Bühnentätigkeit in Hamburg.

Fritz Kampers, der im April dieses Jahres sein vierzigjähriges Bühnenjubiläum beging und sich Im Film in über zweihundert Rollen als humorvoller Charakterdarsteller bewährte ist nach kurzer Krankheit in Garmisch gestorben.