Zwei Tage hindurch boten 800 Aussteller auf der 44. Hamburger Textil-Mustermesse den aus ganz Nordwestdeutschland erschienenen Textil-Einzelhändlern und Einkäufern ihre Winter- und Frühjahrskollektionen an. Der Hamburger Ausstellungspark "Planten un Blomen" hatte dazu zweckmäßige Leichtbau-Zelthallen – zu einer benutzbaren Ausstellungshalle ist das rückständge Hamburg leider noch immer nicht gekommen! – errichten lassen, die den Ausstellern diesmal jede Entfaltungsmöglichkeit boten. Auch die reibungslose Organisation dieser wohl größten deutschen Textil-Mustermesse unter Dir. Lubisch verdiene besondere Anerkennung. Man hatte sogar den traditionellen Hamburger Regen in Rechrung gestellt.

Die Veranstaltung, für die neben dem Ausstellungspark der Verband des Norddeutschen Textileinzelhandels verantwortlich zeichnete, war von über 12 000 Interessenten besucht, die sehr rege tauften. Es muß betont werden, daß der Texti-Einzelhandel völlig normal disponierte und das reichhaltige Angebot bei völlig stabilen Preisen gut ausnutzte. Die Lieferfristen sind allerdings etwas länger geworden. In allen Sparten können die Umsätze als sehr gut bezeichnet werden, wie man sich immer wieder an den verschiedensten Ständen überzeugen konnte. Sehr gefragt waren Damen- und Herren-Regenmäntel, Berufskleidung, Damenblusen, Wollstoffe und auch Teppiche. In Nylon- und Perlonstrümpfen sowie in Damenwäsche bestand eine Nachfrage, die acht ganz befriedigt werden konnte. Hier warer entzückende ’Dessous mit handgemalten Motiven, die ein rühriger Textilbetrieb aus Schnaittach bei Nürnberg zeigte, der Clou der Messe Sie fanden reißenden Absatz, ebenso wie Angora-Erzeugnisse aus Italien und Regenmäntel aus Schweden. ww.