Paul Fechter wurde siebzig Jahre alt (am 14. September). Den Nestor des deutschen Feuilletons ehren wir in unserer nächsten Ausgabe mit dem Abdruck eines noch unveröffentlichten aktuellen Essays.

Ein Johann-Sebastian-Bach-Preis, der alle drei Jahre in Höhe von 15 000 D-Mark an hervorragende deutsche Komponisten vergeben werden soll, wurde auf Beschluß der Hamburger Bürgerschaft zum 200. Todestage Bachs gestiftet.

Osnabrück hat seit dem 9. September wieder ein Theater. Es knüpft an die Tradition des im Kriege zerstörten Nationaltheaters an, dessen Leitung der neue Intendant Erich Pabst einst schon einmal innehatte. Zur Eröffnung wurde Calderons "Über allen Zauber Liebe" gespielt-Von dem durchschnittlich guten Niveau hoben sich die Leistungen von Ruth Eiber (Circe) und Karl Rudolf Liecke (Leporell) besonders ab.

Das Schauspiel "Jenseits vom Horizont" von Eugen O’Neill wird im Oktober unter der Regie Hermann Wedekinds an den Bühnen der Stadt Bonn als deutsche Erstaufführung herausgebracht. Das Bühnenbild entwirft Thea Ernst, eine Künstlerin, die aus dem Bauhaus hervorging und durch ihre Entwürfe in Amerika bekannt geworden ist.

Zeichnungen und Skulpturen von Gerhard Marcks zeigt bis zum 30. September der Itzehoer Kunstverein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Kunst der Gegenwart auch der ländlichen Bevölkerung zugänglich zu machen.

"Der zweite Weltkrieg in der Geschichtsschreibung war das Thema eines internationalen Kongresses in Amsterdam. Die Eröffnungsansprache hielt Professor Arnold Toynbee über "Geschichte der Gegenwart als wissenschaftliches Problem". In fünftägigen Beratungen wurden die militärischen und politischen Ereignisse, die Widerstandsbewegungen in den verschiedenen Ländern und die Geschichte der Konzentrationslager behandelt.