Obwohl die Umstellung von Stammkapitalien zumeist im Verhältnis 1:1 erfolgt, haben viele Aktionäre in Westdeutschland kein Vertrauen zu ihren Aktien. Sie tragen zwar als nominelle Eigentümer das wirtschaftliche Risiko, an der wirtschaftlichen Leistung der Unternehmung sind sie aber nicht beteiligt. Das ist nicht nur Schuld eines "Regimes der Geschäftsführer", sondern auch Schuld des veralteten Aktienrechtes. Seine Reform forderte der Vorsitzende der Gesamtorganisation der Schutzvereinigungen für Wertpapierbesitz, Staatssekretär a. D. C. C. Schmid, mit allem Nachdruck anläßlich einer Arbeitstagung in Hamburg. Gleichzeitig kündigte er Besprechungen der Schutzvereinigungen mit allen interessierten Gruppen an, um dieses Thema populär zu machen, und gab einen Überblick über die wichtigsten Forderungen für eine Novelle zum Aktiengesetz von 1937. Die Grundrechte des Aktionärs zu sichern, das soll ihr Hauptzweck sein. Erst wenn das Aktienrecht in dieser Form modernisiert ist, so argumentiert Schmid, kann die westdeutsche Wirtschaft bei neuen Aktienemissionen auf Privatkapital rechnen. Das ist ein gewichtiges und richtiges Argument. Je.