Erst wenn künstlerische, technische und wirtschaftliche Faktoren in der richtigen Dosis kombiniert werden und noch ein rechter Schuß Zeitgeist hinzukommt, dann ist der Film das, was er sein soll. Diese Harmonie kann nur wachsen, nicht aus dem Nichts heraus geschaffen werden. Autoren, Regisseure, Schauspieler und Techniker haben sich wohl wieder gefunden, nachdem sie nach 1945 in alle Winde zerstreut waren, doch das Kapital, von echten Unternehmern richtig eingesetzt, fehlt.

Zum Teil ist der Film schuldlos an dieser Situation, zum Teil hat er sie sich selbst zuzuschreiben. Er konnte nichts dafür, daß seit 1937 das Reich über die in der Ufi Spitze zusammengefaßten UFA, Terra, Tobis, Bavaria, Berlin , Prag, Wien Film das Produktions- und Verleihmonopol übernahm, daß folglich 1945 ein vollständiger Zusammenbruch der Fiknkraft selbstverständlich wurde. Er ist auch nicht für die Politik "danach", für die übertriebene Dekattellierungspolitik der Alliierten verantwortlich, durch die eine sinnvolle Neuproduktion aus altem Filmgeld unmöglich wurde. Und Berlin, das Produktionszentrum, ist nicht mehr da. Man mußte, sehen wir von den- Ateliers in MünchenGeiselgasteig ab, von vorn anfangen; von vorn in der Produktion, im Verleih und 1 auch (teilweise) im Vorführbetrieb, denn nicht wenig Lichtspielhäuser waren den Bomben zum Opfer gefallen.

Aber den Neuaufbau haben die Männer des deutschen Fikns selbst zu verantworten. Waram sagen wohl seriöse Bankiers: "Die Fiknshasen sind TM windig!"? Es ist richtig, daß der