Ein führendes Unternehmen der deutschen Sektindustrie konnte am 21. September auf ein 100jähriges Bestehen zurückblicken: Die Sektkellerei Kupferberg in Mainz.

Der Gründer des Hauses, Christian Adalbert Kupferberg, begann im Jahre 1850 gemeinsan mit einem Küfer Sekt herzustellen. Das war zu einer Zeit, da der französische Champagner mit einer Gesamtproduktion von über 10 Mill. Flaschen, wovon nahezu 9 Mill. im Ausland verbraucht wurden, noch völlig den Markt beherrschte. Ohne Zweifel war es ein Wagnis, ein deutsches Erzeugnis herauszubringen, zumal das Haus Kupferberg bewußt und als erste Firma die deitsche Bezeichnung "Sekt" an Stelle des französischen Wortes Champagner verwendete. Doch die Bemühungen waren erfolgreich: Die Marke, die damals als "Kupferberg-Gold" das Licht der Welt erblickte, fand Anklang. Der Absatz, der im Jahre 1851 nur 5076 Flaschen betragen hatte, erreichte bereits im Jahre 1900 die Zahl von über 1 Mill.

Bereits im Jahre 1853 wurde nach England exportiert. Die damalige Vertretung, Coverdale & Co. Ltd., London, ist heute wieder für das Haas Kupferberg tätig. Außer nach England wurde aber vor dem Kriege nach 68 überseeischen Gebieten exportiert. Heute läuft der Export langsam wieder an. England steht auch jetzt wieder an erster Stelle, dann folgen die Schweiz, Schweden, Dänemark und die USA. Christian Adalbert und Emil Kupferberg, die Leiter der Konm.-Ges. a. A., haben seit nahezu 50 Jahren die kaufmännische und die technische Leitung des Unternehmens inne. "Wir schöpfen gerade aus den letzten schweren Jahren die Hoffnung, daß wir das zweite Jahrhundert des Bestehens unseres Hauses mit den besten Erfolgsaussichten beginnen", meint Christian Adalbert, der Seniorchef, "besonders dann, wenn es gelingt, den immer noch bestehenden Kriegszuschlag auf Sekt zu Fall zu bringen. –ws.