Of ft und gern wird die Sentenz vom völker verbindenden Sport gebraucht und zahlreiche Sportveranstaltungen der letzten Jahre, bei denen Ausländer in Deutschland ihre Kräfte mit deo unserenmaßen, schienen dies vielversprechend zu bestätigen. Um so schmerzlicher empfindet man es, wenn die zum sportlichen shake band ausgestreckte Hän d eins auf die Finger bekommt. Auf dem großen internationalen Turnier in London White City im Juli dieses Jahres gewann der bekannte deutsche Dressurreiter Oberst a. D. Bürckner die Dressurprüfung. Geehrt und mit" dem ausgesetzten Preise bedacht kehrte Herr Bürckner heim, um jetzt, viele Wochen später, aufgefordert zu werden, den Preis zurückzuerstatten, da er miderweäe disqualifiziert worden i ob es geschmackvoller nicht auch gegangen wäre? Im Rennsport empfing unsere offene Hand einen ahhiichen Stretch. Niederländer, derDerbv sieger und Crack dieses Jahres, sollte in Paris im Prix de lAre de Triumphe am 8, Oktober in Longchamp starten. Der Start schien gesichert, < alle Vorbereitungen waren getroffen, als ein lakonisch kurzes Telegramm aus Paris alles zerschlug. Hatte man gehofft, die nachträgliche, schriftliche Begründung werde die Startverweigeru ng erklären — keineswegs: Zwar besuchen französische Reiter und Pferde gern deutsche Rennen, zu denen sie in sportlicher Noblesse auch nach dieser Brüskierung noch zugelassen werden. Das soll aber offenbar ein einseitiges Verhältnis bleiben. Wir fragen uns, ob deutsche Pferde in Frankreich im Sinne des Kriegsverbrecherparagraphen für vorbelastet gelten, oder bangen die Veranstalter ernsthaft um die Entführung ihres. Monstre Preises von 20 000 000 Fr nach Deutschland? Das wäre zwar unsportlich aber immerhin geschäftstüchtig. DD.