Bis zum 8. Oktober wird der Zentralverband Deutscher Konsumgenossenschaften im gesamten Bundesgebiet eine Verbraucherwoche,unter dem Motto "Besser leben, der Konsum hilft", durchführen. Solche Werbewochen haben die Konsumgenossenschaften, schon vor 1933 mit sehr viel Erfolg starten können. Auch diesmal soll Hauptzweck sein, die Verbraucher auf den preisregulierenden Einfluß der Konsumgenossenschaften aufmerksam zu machen. Anläßlich eines Presseempfanges, den der Zentralverband zu Beginn dieser Werbeaktion veranstaltete, erfuhr man im Zusammenhang mit der bevorstehenden Einfuhr mexikanischen Rindfleisches zur Senkung der innerdeutschen Fleischpreise interessante (und zugleich beschämende) Einzelheiten über die Preisbildung, wie sie in gewissen Exporteurkreisen Westdeutschlands anscheinend schon zur Gewohnheit geworden ist. Es handelt sich um 50 Mill. Dosen aus US-Heeresbeständen. Eine Verzögerung der deutschen Entscheidung führte dazu, daß nun von anderen Ländern bereits die Hälfte dieser Menge abgenommen wurde. Um die noch verfügbaren 22 Mill. Dosen bewarben sich 22 deutsche Importeure. Aber leider können nur vier Angebote aus dieser langen Reihe als seriös bezeichnet werden. Diese Importeure werden vom Bundesernährungsministerium daher auch die Zuteilung erhalten; es handelt sich um die GEG, die Edeka und je einen Importeur aus Köln und aus Hamburg. Jetzt dürfte feststehen, daß die Dose Rindfleisch mit 567 Gramm im Verkauf etwa 95 Pfennig kostet. Wäre es nach einigen anderen "Importeuren" gegangen, hätte der Preis, wie man berichtete, wahrscheinlich bei 1,40 DM gelegen... we.