Symphonie einer Weltstadt" nennt Leo de Laforgue im Untertitel seinen abendfüllenden Kulturfilm "Berlin, wie es war". Da dem Schöpfer dieser Bildkomposition heute, nachdem so vieles zerstört und für immer dahin ist, nur das in Archiven und Safes Verbliebene und also gewiß nicht Vollständige zur Verfügung stand, hat er sich an manchen Stellen zu allzu liebevollem Verweilen verleiten lassen. Das symphonische Thema des ganzen Berlin, wie es war, wird freilich mit Bildern von ständig wechselndem Reiz aufgegriffen – gleich, ob die U-Bahn oder das Olympia-Stadion, ein Boxkampf oder der Sportpalast, die lichterglänzende Nacht oder das morgendliche Erwachen mit Bolle und den Bäckerjungen vorüberzieht. Viele Motivfolgen im Film – dort vor allem, wo das Geflecht des Berliner Verkehrs mit S- und U-Bahnen, Omnibussen und Elektrischen, Berlin also in seinem Tempo gespiegelt ist – haben den Atem großer Bilddichtung und werden dabei von der Musik Rudolf Kattnigs und dem pointierten Kommentar Friedrich Lufts unterstützt.

Bleibt zu sagen, daß es ein Film der Erinnerung und des Wiedersehens ist, aber ein seltenes Denkmal für die Lebenskräfte und Energien einer Stadt, der heute in einem so wesentlich veränderten Profil die Aufmerksamkeit der ganzen Welt gehört. Und der Text bezieht das gewesene Berlin auf das gegenwärtige, hoffende. Karl Wilbe Der erste Film in der Sprache des alten Inkareiches, dem Khechua, hat die bolivianische Regierung herstellen lassen. Das Idiom wird heute noch von etwa sechs Millionen Menschen in Bolivien, Peru und Ekuador gesprochen. Der Film soll der Bevölkerung bei der kommenden Volkszählung deutlich machen, daß die Beantwortung der Fragen für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes notwendig ist.