Auf der kleinen Pazifikinsel Wake besprachen . Präsident Truman und der Oberbefehlshaber der UNO-Streitkräfte in Korea, General MacArthur, die wichtigsten Fernostprobleme der Vereinigten Staaten und die Schlußphase der UNO-Operationen. Es war die erste Konferenz Trumans mit MacArthur. Ihr Ergebnis wurde als "äußerst zufriedenstellend" bezeichnet. Sie hatte insgesamt zwei Stunden gedauert.

Die Zange der UNO-Truppen um die nordkoreanische Hauptstadt Pyongyang wurde fast geschlossen. Amerikanische und südkoreanische Einheiten näherten sich der Stadt auf wenige Kilometer.

In einem Glückwunschtelegramm anläßlich des zweiten Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Sowjetunion und Nordkorea sandte Generalissimus Stalin dem nordkoreanischen Ministerpräsidenten Kim II Sung seine besten Wünsche zum Erfolg bei "Ihrem Kampf um ein vereinigtes, unabhängiges Korea".

Der nordkoreanische Ministerpräsident Kim II Sung forderte die Kommunisten auf, bis zum letzten Atemzug zu kämpfen. Er hat damit die Kapitulationsaufforderung der UNO zurückgewiesen.

Die rotchinesische Regierung betonte erneut, daß China "der ernsten Situation", die sich durch den Vormarsch der UNO-Truppen über den 38. Breitengrad ergeben habe, "nicht untätig zusehen könne".

Der Leiter der tibetanischen Handelsdelegation, die in Neu-Delhi eintraf, dementierte Meldungen über eine kommunistische Invasion aus China in Tibet. Es könne sich dabei höchstens um Gefechte mit Banditen handeln, meinte er.

Frankreich richtete an Washington einen dringenden Hilferuf um Waffen und Material für seine Kämpfe in Indochina, wo, wie ein Regierungssprecher erklärte, die Zeit der Unruhen vorbei sei und ein regulärer Krieg begonnen habe. Die französische Regierung soll um eine Dollarzuwendung in Höhe von über drei Milliarden Dollar für den Ausbau ihrer Verteidigung im nächsten Jahr nachgesucht haben.