B. P. Stockholm, Mitte Oktober

Schwedens größter Handelspartner ist gegenwärtig England. Das gilt für die Einfuhr und auch für die Ausfuhr. Bei den bevorstehender Verhandlungen mit England aber ist die Stellung Schwedens, wie man in Handelskreisen feststellt; bedeutend günstiger, zumal in gewissen Warengruppen, wie Textilien, Chemikalien, Metallwaren. und Maschinen, heute die englischen Preise und Lieferzeiten nicht besonders günstig sind. Nachdem nun wieder ein großer Teil der Einfuhr aus Westdeutschland genehmigungsfrei erfolgen kann, ist es daher nicht ausgeschlossen, daß schwedische Käufe von England auf Westdeutschland umgelegt werden. Man glaubt in Stockholm nicht, daß diese Maßnahme von ungünstigen Rückwirkungen auf die englischer Käufer an schwedischen Stapelwaren begleite! sein kann. Im Hinblick auf den Holzmangel in England ist vielmehr anzunehmen, daß England 1951 wieder wie sonst als erster Käufer auf den schwedischen Holzmarkt auftritt. Im nächsten Jahr könnte sich dann also vielleicht wieder der traditionelle schwedische Ausfuhrüberschuß in Handel mit England ergeben. Der Europa-Markt ist sowieso in Bewegung.