Grabe Weiser, diesmal nicht berlinisch, sondern kapriziöse Französin, erspielte sich mit ihrer virtuosen Mischung von Herz und schlagfertiger "Klappe", von charmanter Selbstironie und temperamentvoller Angriffslust in der Komödie "Die erste Frau" von Adolf Schütz einen leichten Publikumserfolg. Die sich auf bewährten Gemeinplätzen bewegende, zugleich muntere und müde Persiflage Hollywoods wurde in den Hamburger Kammerspielen uraufgeführt. Ida Ehres Regie hielte nicht auf Kontraste, sondern führte das Ensemble verwirrend lebhaft, offensichtlich um den sprühenden Star nicht zu einsam leuchten zu lassen. Dennoch lieferte das Ensemble kaum mehr als Stichworte; es war außerdem darauf aus, in der reichen modischen Ausstattung gute Figur zu machen. –E.