Präsident Truman forderte in einer außenpolitischen Rede die Sowjetunion auf, konkrete Beweise dafür zu liefern, daß sie den Frieden wünsche. Solange diese Beweise nicht erbracht wären, sei Amerika entschlossen, die eigene Verteidigungsbereitschaft und die der freien Weltweiter auszubauen.

Der Politische Ausschuß der UNO billigte mit 50 gegen fünf Stimmen bei drei Enthaltungen einen von den USA eingebrachten Antrag zur Stärkungder Autorität der Vollversammlung. Der amerikanische Delegierte, John Fester Dulles,erklärte, die USA seien zu Fünfmächtebesprechungen über Probleme, die den Weltfrieden bedrohen, bereit. Der sowjetische Außenminister Wyschinski erklärte vor dem gleichen Gremium, die Politik der Sowjetunion gründe sich, auf die von Stalin bereits mehrfach aufgestellte These, daß Kommunismus und Kapitalismusnoch lange-Zeit friedlich nebeneinander leben könnten.

Die Sowjetunion erklärte sich bereit, mit den USA über die Möglichkeiten eines Friedensvertrages für Japan zu verhandeln.

Die Vereinigten Staaten- teilten der UNO mit, daß zwei ihrer Flugzeuge am 10. Oktober versehentlich einen sowjetischen Flugplatz angegriffen hätten. Die USA seien zu vollem Schadensersatz bereit.

Der organisiertekommunistische Widerstand in Nordkorea brach zusammen. Obwohl die UNO beschlossen hatte, die Regierungsgewalt des südkoreanischen Staatspräsidenten Syngman Rhee nicht über den 38. Breitengrad auszudehnen, setzte Rhee fünf Gouverneure für Nordkorea ein. Er sagte, er habe von dem allein zuständigen Oberbefehlshaber der UNO-Truppen, General MacArthur, keinen gegenteiligen Befehl erhalten.

Die französischen Truppen in Indochina wurden weiter in die Defensive gedrängt. Die Aufständischen besetzten das von den Franzosen geräumte Todesfort Langson an der chinesischen Grenze. Das Organ der sowjetischen Armee, Roter Stern, schrieb, daß auch die USA nichts mehr an dem "unabwendbaren Ausgang des Krieges" ändern könnten.

Die tibetanische Regierung hat ihre seit einiger Zeit in Neu-Delhi mit rotchinesischen Vertretern verhandelnde Delegation angewiesen, sich nach Peking zu begeben, um die Besprechungen über die Zukunft Tibets dort fortzusetzen.