Wsnn auch die deutsche Kunststoffindustrie, die 30 000 Menschen beschäftigt, durch den Kriegsausgang 1945 ihre einst beherrschende Rolle fast völlig verloren hat, so hat sie doch in den Nachkriegsjahren bedeutend aufgeholt, und steht, trotz des Verlustes wertvoller Patente, nunmehr hinter den USA und England an dritter Stelle. Betrug Ende des Krieges ihre Jahresproduktion etwa 250 000 t, so besteht jetzt die Hoffnung, nach praktisch Null auf 100 000 t sondere auf dem Textilgebiet bei Nylon und Perlon, ist notwendig, um der amerikanischen einer Gesamtkapazität von 900 000 t synthetischem Gummi nutzen die USA bereits 400 000 t aus. In Deutschland hat die Produktion niemals 110000 t überschritten.

Die wurde auf der deutschen Kunststojftagung (16 bis 20. Okt ) in München festgestellt, zu der etwa 600 Teilnehmer aus Westdeutschland, der Sowjetzone, aus Österreich, Frankreich, Belgien, Holland, Schweden und der Schweiz gekommen waren. Aus der Fülle der Referate waren von allgemeiner Bedeutung die Ausführungen von Dir. Matulat, Hamburg, dei sich gegen eine Verquicking der Begriffe Kunststoff und Ersatzstoff wandte. Jetzt werde die Kunststoffwirtschaft den schlüssigen Beweis zu liefern haben, daß ECunststoffe mit; den bisher verwendeten Rohsoffen konkurrieren können. Dazu sei allerdings eine Unterstützung von Forschung und Wissenschaft notwendig.

Diese Tagung in München sollte den Konsument zeigen, daß die Qualität der Kunststoffe Wunderkinder der Chemie infolge wesentlicher Verbesserungen das Odium des früheren "Ersatz , geschnackes" verloren Man darf erwarten, daß das zentrale Kunststoffinstitut, das im nächsten Jahr errichtet werden soll, zur weiteren. Quälirätssteigerung beiträgt hbd;