Im Charlottenburger Schloß in Berlin werden für ein halbes Jahr 76 Bilder gezeigt, die nach der Auslagerung während des Krieges im Celler Schloß untergebracht waren. Es sind vorwiegend Werke von Carl Blechen und Adolf von Menzel. Einen Überblick über die französische Graphik gibt die Schau „Von Manet bis Picasso“ im Schloß von Celle. – Werke französischer Meister von Charme bis zur Ecole de Paris zeigt die Galerie Buchheim-Militon in Frankfurt am Main.

Hans Schomburgk, Afrikaforscher, Schriftsteller und Schöpfer von Kulturfilmen, vollendete am 28. Oktober in Berlin das 70. Lebensjahr.

Roberto Rossellni wird in diesem Winter auch als Theaterregisseur tätig sein. Das römische Theater „Valle“ hat ihm die Inszenierung von Thierry Moliniers „Jeanne et ses juges“ übertragen.

Jean Anouilhs erstes Schauspiel „Hermelin“ – 1932 in Paris uraufgeührt – wird vom Bremer Theater am Goetheplatz im November zum erstenmal in Deutschland aufgeführt.

Else Heims, die erste Frau Max Reinhardts, wird nach sechzehn Jahren zum erstenmal wieder in Deutschland auftreten. Sie hat die Hauptrolle in Casonas Schauspiel „Bäume sterben aufrecht“ übernommen, das Mitte November in Stuttgart für Deutschland erstaufgeführt wird.

Das Landestheater Detmold feiert am 8. November sein 125 jähriges Bestehen mit einer Festaufführung von Beethovens „Fidelio“.

Der Nobelpreis 1950 für Medizin wurde den beiden amerikanischen Ärzten Philip S. Hench und Edward C. Kendall von der bekannten Mayo-Klinik in Rochester, Minnesota, und dem Schweizer Dr. Tadeus Reichstein Chemieprofessor an der Universität Basel, verliehen Die drei Wissenschaftler haben sich um die Hormonforschung und besonders um die Entdeckung des Cortisons (zur Heilung rheumatischer Arterienverkalkung) verdient gemacht. Die Preissumme von 133 203 D-Mark wird zu gleichen Teilen an sie ausgezahlt.