Lloyds Register, das vierteljährlich eine Übersicht über den gesamten Weltschiffsbau veröffentlicht und interessante Rückschlüsse auf die Entwicklung der Schiffahrt in den einzelner Ländern zuläßt, nennt in der jüngsten Statistik nach einer langen Pause erstmalig wieder Deutschland. Wenn wir auch sehr bescheiden mit 97 Schiffen und 172 744 BRT, die am 30. September im Bau waren, nur den achten Plan einnehmen, so darf doch die internationale Bedeutung dieser Feststellung von „Lloyd; Register“ nicht unterschätzt werden. Insgesamt sind auf den Werften der Welt (abgesehen von der UdSSR, Polen und China) an diesen; Stichtag 1131 seegehende Schiffe mit 4 839 145 BRT im Bau gewesen. Das bedeutet gegenüber dem 30. Juni einen Zugang um 88 Schiffe mit 289 000 BRT. Den ersten Platz hat nach wie vor Großbritannien: mit 323 Schiffen zu 2 Mill. BRT. Das sind allein 42,29 v. H. der auf der gesamten Welt im Bau befindlichen Tonnage, die also auf britischen Werften liegen. Mit 92 Schiffen und 454 132 BRT folgt Frankreich. Den dritten Platz nimmt Japan mit 346 750 BRT ein; ihm schließen sich Schweden, Holland, Italien und die USA an. Interessant ist, daß die Vereinigten Staaten, die am 31. März noch den dritten Platz einnahmen, mit 260 819 BRT auf die siebente Stelle ab-, gedrängt wurden. Dagegen lag zu dieser Zeit der Schiffbau Westdeutschlands mit 86 000 BRT auf dem 12. Platz, von dem er sich jetzt auf Nr. 8 vorgeschoben hat. Langsam beginnt sich also das junge westdeutsche Pflänzlein „Schiffbau“ zu entwickeln, auch wenn manche Werften nicht wissen, ob sie ihre Belegschaften nach Ablauf der augenblicklichen Bauaufträge überhaupt noch beschäftigen können. ww.